KSV Appenweier kann Ausfälle nicht kompensieren
Zum Auftakt der Oberligasaison 2026 trat der KSV Appenweier auswärts bei der starken Mannschaft der RG Hausen-Zell an, die zu den Mitfavoriten zählt. Rechnete man sich im Vorfeld etwas aus, konnten die kurzfristigen Ausfälle der geplanten Siegringer und des rumänischen Neuzugangs Eduard Lenard nicht kompensiert werden. Mit diesen beiden Ringern wäre ein 16:16-Unentschieden sehr wahrscheinlich gewesen. Da in einigen umkämpften Begegnungen das Mattenglück fehlte, verlor man am Ende deutlich mit 24:8 Punkten. Nun gilt es, nächste Woche gegen Rheinfelden ein anderes Gesicht zu zeigen, um das Heimdebüt erfolgreich gestalten zu können.
Die Kämpfe im Einzelnen:
57 kg Freistil: Zu seinem ersten Oberligaeinsatz kam der junge Ali Rezaie. Gegen den Bulgaren Vladimir Mandalov hatte er direkt einen der stärksten Gegner dieser Liga gegenüber. Rezaie musste noch in der ersten Runde die Überlegenheit seines Gegenübers anerkennen (4:0).
130 kg Griechisch-Römisch: Hier traf Niklas Vollmer auf den körperlich überlegenen Maximillian Mond. Vollmer rang zu Beginn gut mit, fiel aber mehrmals in die Würfe des wurfstarken Gastgebers. Auch er musste sich nach knapp fünf Minuten mit 0:15 geschlagen geben (8:0).
61 kg Griechisch-Römisch: Den spektakulärsten Kampf des Abends lieferten sich Appenweiers Neuzugang Abdulrahman Alnajar und Dominik Gleichweit. In einem Kampf mit offenem Visier gab es Würfe und Wertungen auf beiden Seiten. Quasi mit dem Schlusspunkt musste Alnajar die entscheidenden Punkte zu seiner 14:16-Niederlage hinnehmen (9:0).
98 kg Freistil: Hier konnte der KSV keinen Ringer stellen, und die Punkte gingen kampflos an die RG Hausen-Zell (13:0).
66 kg Freistil: Keine Chance hatte Shafi Niazi gegen den ehemaligen Bundesligaringer Manuel Wolfer. Nach einer Serie von Durchdrehern verlor er in der ersten Runde vorzeitig (17:0).
86 kg Griechisch-Römisch: Keine Probleme hatte Johannes Kiefer nach der Pause mit Artur Heinrich. Er konnte seinen Gegner noch in der ersten Runde auf beide Schultern legen (17:4).
71 kg Griechisch-Römisch: Schwer tat sich Sören Götz gegen den kernigen Theo Schmittel. Götz war optisch der aktivere Athlet, wurde jedoch bei einer eigenen Aktion gekontert und konnte diesen Rückstand nicht mehr aufholen. Am Ende verlor er mit 1:5 Punkten (19:4).
80 kg Freistil: Einen guten Kampf zeigte Lion Kempel gegen den starken Denys Siianytsia. Kempel hielt im Stand gut mit und verlangte dem Gastgeber alles ab. Am Ende kam Kempel noch einmal heran, konnte aber nicht die entscheidende Wertung zum Sieg erzielen und verlor knapp mit 2:4 Punkten (20:4).
75 kg Freistil: Hier musste Robin Laas kurzfristig einspringen, konnte jedoch deswegen nicht das entsprechende Gewicht bringen. Seinen Freundschaftskampf gegen Patrick Käppeler konnte er zwar gewinnen, jedoch gingen die Punkte an die RG Hausen-Zell (24:4).
75 kg Griechisch-Römisch: Im letzten Kampf dieses gebrauchten Abends zeigte Luca Kappus eine herausragende Vorstellung gegen Bastian Kunz. Verlor Kappus im Vorjahr noch zweimal gegen Kunz, zeigte er dieses Mal eine tadellose Vorstellung. Nachdem er zu Beginn in einen Schulterschwung flog, drehte Kappus regelrecht auf und warf seinen Gegner mehrmals mit verschiedenen Techniken. So schaffte es Kappus sogar, vorzeitig einen 20:4-Überlegenheits-Sieg zu erzielen (24:8).








