KSV mit wichtigem Heimsieg
Ringer-Oberliga: 19:14-Sieg gegen Eschbach
Am vergangenen Kampftag war der ungeschlagene Verbandsligameister des Vorjahres, der SV Eschbach 1967, zu Gast beim KSV Appenweier. Die Gäste zeigten, dass sie absolut in die Oberliga gehören, und boten den Zuschauern Kämpfe auf Spitzenniveau. Am Ende gewann jedes Team zwar 5 Duelle, jedoch konnte der KSV seine Einzelerfolge deutlicher gestalten. Mit einer cleveren Umstellung in den oberen Gewichtsklassen und einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang es den Appenweierern, die Punkte zu Hause zu behalten und den Kampf mit 19:14 für sich zu entscheiden.
Die Kämpfe im Einzelnen:
57 kg Freistil: Gleich zum Auftakt sahen die Zuschauer einen aktionsreichen Kampf. Timo Koger konnte das Geschehen gegen Ismail Barakhoev in der ersten Runde noch knapp halten. In der zweiten Runde drehte der Gast jedoch auf und gewann am Ende mit 5:17 Punkten (0:3).
130 kg Griechisch-Römisch: Nicht zu stoppen war Leo Kempf gegen Alexander Weiß. Gegen den deutschen Juniorenmeister von 2025 zeigte Kempf einmal mehr eine enorme Willensleistung. Die Gäste stellten den eigentlich im Freistil beheimateten Weiß im griechisch-römischen Stil auf, um Kempf aus dem Weg zu gehen. Die KSV-Trainer stellten die Mannschaft hier jedoch clever um. Kempf zermürbte seinen Gegner von Minute zu Minute und sammelte Punkt um Punkt. Nach knapp fünf Minuten war Kempf hochumjubelter 15:0-Überlegenheitssieger (4:3).
61 kg Griechisch-Römisch: Ebenfalls dynamisch verlief der Kampf zwischen Abdulrahman Alnajar und Marius-Ionut Blindu. Alnajar ging mit einem schönen Wurf in Führung, die sein Gegner in der zweiten Hälfte ausgleichen konnte. Gegen Ende agierte Alnajar in seinen Aktionen etwas zu ungestüm und verlor somit leider etwas zu hoch mit 7:13 Punkten (4:5).
98 kg Freistil: Durch die Umstellung von Leo Kempf ins Schwergewicht kam Nikolay Dimitrov zu seinem Debüt. Mit Hendrik Beckmann hatte Dimitrov keine Probleme und legte ihn noch in der ersten Runde auf beide Schultern (8:5).
66 kg Freistil: Gut präsentierte sich Shafi Niazi gegen Timo Schweizer. Niazi konnte sich zu Beginn eine Führung erarbeiten, die Schweizer wiederum ausglich. Kurz vor Ende der ersten Runde setzte Niazi zu einer Serie von Kopfdurchdrehern an, bei der sich der Gast leider verletzte und den Kampf aufgeben musste (12:5).
86 kg Griechisch-Römisch: Bestens eingestellt zeigte sich Johannes Kiefer gegenüber dem Spielertrainer der Gäste, Mario Läufer. Kiefer war im Stand der aktivere Athlet und erarbeitete sich durch mehrere Aktionen die notwendigen Zähler zu seinem deutlichen 9:1-Punktsieg (15:5).
71 kg Griechisch-Römisch: Einen gebrauchten Tag erlebte Sören Götz gegen Jan Schuler. Hielt Götz am Anfang noch gut mit, sammelte Schuler in der zweiten Runde aus der Bodenlage mehrere Punkte, wobei Götz angeschlagen wurde. Götz kämpfte zwar wacker weiter, konnte gehandicapt die 2:17-Überlegenheitsniederlage jedoch nicht mehr abwenden (15:9).
80 kg Freistil: Einen sehr erfahrenen Gegner hatte Lion Kempel mit Steffen Blum. Kempel ließ sich zu Beginn des Kampfes mehrmals von dem abgebrühten Blum überraschen. Im Anschluss konnte Kempel das Tempo jedoch erhöhen und kam noch einmal heran. Am Ende verlor er gegen den starken Gast leider knapp mit 7:9 Punkten (15:10).
75 kg Freistil: Zum Matchwinner avancierte Robin Laas. Laas, der sich voll in den Dienst der Mannschaft stellte und extra Gewicht abkochte, konnte seinen Gegner Samir Schulz noch in der ersten Runde auf beide Schultern legen. Durch diesen frenetisch bejubelten Schultersieg war der Gesamterfolg vorzeitig unter Dach und Fach (19:10).
75 kg Griechisch-Römisch: Nicht in den Kampf fand an diesem Tag Luca Kappus gegen Tim Schuler. Kappus konnte den Angriffen des Gastes an diesem Abend nicht viel entgegensetzen. Punkt um Punkt sammelte der Eschbacher im Stand und am Boden. Am Ende musste sich Kappus vorzeitig mit 2:18 geschlagen geben (19:14).
Den Vorkampf in der Bezirksliga gewann der KSV Appenweier II gegen den SV Eschbach II souverän mit 22:8. Die Punkte für Appenweier erzielten: Ali Rezaie (4), Jochen Hurst (3), Fedor Treise (3), Gerrit Meier (4), Niklas Vollmer (4) und Wladimir Skopincev (4).





